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Behinderte Arbeitnehmer

Gesetz vom 12. September 2003 über behinderte Arbeitnehmer

Als behinderter Arbeitnehmer gilt jede Person, deren Leistungsfähigkeit um mehr als 30 % vermindert ist. Die Anerkennung des Status eines behinderten Arbeitnehmers muss beim Medizinischen Ausschuss der Arbeitsverwaltung beantragt werden. 

Jeder Arbeitgeber ist per Gesetz verpflichtet, behinderte Arbeitnehmer zu beschäftigen und zwar in folgendem Verhältnis:

  • für eine Mitarbeiterzahl von 25-49 Vollbeschäftigten, mindestens ein behinderter Arbeitnehmer
  • für eine Mitarbeiterzahl von 50-299 Vollbeschäftigten, mindestens 2 % behinderte Arbeitnehmer 
  • für eine Mitarbeiterzahl von 300 Vollbeschäftigten oder mehr, mindestens 4 % behinderte Arbeitnehmer. 

Weigert sich der Arbeitgeber, dieser Verpflichtung nachzukommen, so hat er monatlich eine Gebühr in Höhe von 50 % des Mindestlohns an die Staatskasse zu entrichten, und dies solange die Weigerung für jeden nicht eingestellten behinderten Arbeitnehmer andauert. 

Eine staatliche Beteiligung am Gehalt des behinderten Arbeitnehmers kann im Verhältnis zur verminderten Leistung des behinderten Arbeitnehmers festgelegt werden. 

Des Weiteren werden alle oder ein Teil der Kosten im Zusammenhang mit der Ausbildung, der Umgestaltung des Arbeitsplatzes oder der Bereitstellung der geeigneten Arbeitsausrüstung übernommen.