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Raumklima Cl 86.1

Überprüfung des Raumklimas am Arbeitsplatz

Die allgemeinen Vorschriften für die Überprüfung des Raumklimas am Arbeitsplatz, das durch gesundheitsschädliche Stoffe oder Produkte verunreinigt werden kann, sind in der ITM-Vorschrift CL 86.1 dargelegt.
Nur die Prüfstellen, die in der jeweils jüngsten Fassung der vom Minister für Arbeit und Beschäftigung herausgegebenen Ministerialverordnung sind befugt, diese Überprüfungen vorzunehmen. 
Der Inhaber der Arbeitsstätte muss die Gefahrenbewertung vornehmen. Er muss:

  • alle im Betrieb vorhandenen gefährlichen Stoffe und Zubereitungen in einem Register erfassen.
  • Sicherheitsmerkblätter über diese Stoffe und Zubereitungen in einem Register ablegen. 
  • die Möglichkeiten abwägen, gefährliche Stoffe durch weniger gefährliche zu ersetzen.

Die vorhandenen Risiken sind zu überwachen. Die gemessenen Werte sind mit den maximal zulässigen Werten zu vergleichen. Die entsprechenden Untersuchungen müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, wobei die Häufigkeit davon abhängt, wie stark die Grenzwerte überschritten wurden.
Die Untersuchungsberichte müssen präzise verfasst werden und bestimmte genau festgelegte Rubriken enthalten.
Das Register mit den Untersuchungsberichten muss vom Inhaber während mindestens 30 Jahren aufbewahrt werden.

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Belüftung Cl 53.1

Belüftungs- und Klimaanlagen

Die allgemeinen Vorschriften im Zusammenhang mit sicherheitstechnischen, gesundheitlichen und betriebstechnischen Aspekten von Belüftungs- und Klimaanlagen sind in der Vorschrift CL 53.1 der ITM dargelegt.
Des Weiteren gelten die im Laufe der Zeit festgelegten europäischen Regelungen.
Das Arbeitsklima und die Arbeitsumgebung werden anhand von Parametern gekennzeichnet, für die Referenzwerte in diesen Vorschriften festgelegt wurden:

  • Frischluftzufuhr und Abluftabfuhr: 20 bis 40 m3 pro Stunde und pro Arbeitnehmer für Arbeiten, die im Sitzen erledigt werden.
  • Es wird empfohlen, dass die relative Luftfeuchtigkeit bei künstlicher Belüftung nicht unter 30 % liegen sollte. Auch Höchstwerte wurden in Abhängigkeit von der Raumtemperatur festgelegt (diese Werte werden in Büroräumen niemals erreicht).
  • Die Mindesttemperatur für Büroräume liegt bei 20°C, diese Temperatur muss vor der Aufnahme der Arbeit erreicht sein.
  • Die Höchsttemperatur bei der Arbeit darf normalerweise 26°C nicht übersteigen.

Im Lieferumfang der Anlage muss ein Betriebshandbuch enthalten sein. 

Es bestehen Vorschriften für die Wartung von Kühl- und Heizapparaten, von Gehäusen, Luftfiltern, Luftbefeuchtern, …
Die Wartung muss durch qualifiziertes Personal unter strenger Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen erfolgen.
Arbeiter, die an den Anlagen arbeiten, müssen geschult und eingewiesen werden.
Der Zugang zu den Anlagen ist nur dem befugten Personal gestattet.

Beleuchtung Cl 55.2

Beleuchtung am Arbeitsplatz

Die allgemeinen Vorschriften im Zusammenhang mit sicherheitstechnischen, gesundheitlichen und betriebstechnischen Aspekten bezüglich der Beleuchtung am Arbeitsplatz sind in der Vorschrift CL 55.2 der ITM dargelegt.
Des Weiteren gelten die im Laufe der Zeit festgelegten europäischen Normen, die an die Stelle der verschiedenen nationalen Regelungen treten.

Natürliche Beleuchtung

Arbeitsplätze müssen über ausreichend natürliche Beleuchtung verfügen, damit Arbeitnehmer sich unter guten Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen bewegen und ihre Arbeit verrichten können.

  • Die Sicht nach außen muss gewährleistet sein.
  • Die Glasfläche muss mindestens 1,25 m2 (Raumtiefe < 5 m) oder 1,50 m2 (Raumtiefe > 5 m) betragen. 
  • Die Glasfläche muss mindestens 1,25 m hoch sein.
  • Die Glasfläche muss mindestens 0,80 m breit sein.
  • Bei Räumen mit einer Bodenfläche von bis zu 600 m2 muss die Glasfläche mindestens 1/10 der Bodenfläche ausmachen.
  • Oberlichtfenster und –beleuchtungen dürfen keine Gefahr für die Arbeitnehmer darstellen und sind in einem sauberen Zustand zu halten.

Künstliche Beleuchtung

  • Die Anlagen dürfen keine Unfallgefahr für Arbeitnehmer darstellen und so installiert sein, dass Blendungen vermieden werden.
  • Es sollte für eine gleichmäßige Raumausleuchtung gesorgt und Schattenbildung vermieden werden.
  • Eine gute Kontrast- und Farbwiedergabe muss gewährleistet sein, insbesondere bezüglich der sogenannten Sicherheitsfarben.
  • Die allgemeine Beleuchtung darf nicht zu schwach sein im Vergleich zur Einzelarbeitsplatzbeleuchtung.

Die Messung der Beleuchtungsstärke muss während der Arbeit am Arbeitsplatz selber vorgenommen werden. Es gibt Tabellen, in denen empfohlene Lichtstärkenrichtwerte für einzelne Tätigkeiten angegeben werden. Allgemein wird jedoch eine Lichtstärke von mindestens 500 Lux für ständig besetzte Arbeitsplätze in Innenräumen empfohlen.